Schwindel, Müdigkeit, Ohrensausen, Herzrasen, Kopfschmerzen oder ein Kältegefühl können Zeichen für einen niedrigen Blutdruck sein. Dabei sinken die Werte unter 100/65 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule). Allerdings kann ein niedriger Blutdruck auch symptomlos bleiben. Häufig sind junge, schlanke Frauen und Schwangere davon betroffen.

Im Gegensatz zu Bluthochdruck schädigt ein niedriger Blutdruck die Gefäße nicht und gilt daher nicht als Krankheit. Ein niedriger Druck kann aber auch ein Symptom einer Kreislaufstörung sein, die zur Ohnmacht führt. Daher soll man auch bei niedrigem Druck einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Mögliche Ursachen für einen zu niedrigen Blutdruck können Herzerkrankungen, Infektionen, starker Blutverlust, Flüssigkeitsmangel oder eine Unterfunktion der Schilddrüse sein, eebenso Erkrankungen des Nerven- oder Hormonsystems. Auch Medikamente können dazu führen, dass der Blutdruck sinkt.

Für die Diagnose werden wiederholt Blutdruckmessungen durchgeführt. Sind diese niedrig, wird der sogenannte Schellong-Test durchgeführt: Hier werden Puls und Blutdruck nach fünf bis zehn Minuten Liegen, eine Minute nach dem Aufstehen sowie jeweils nach drei, sieben und zehn Minuten im freien Stand aufgezeichnet. Der Test kann mit einer Überwachung der elektrischen Herzaktivität mittels Elektrokardiografie (EKG) ergänzt werden.

Was Sie bei zu niedrigem Blutdruck tun können

Zuerst sollten Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen. Meist ist ein zu niedriger Blutdruck keine Erkrankung und nicht bedrohlich. Um Ihren Blutdruck wieder anzukurbeln, benötigen Sie in der Regel keine Medikamente. Dennoch kann ein niedriger Blutdruck für Betroffene unangenehm sein, weil sie sich schlapp fühlen und Konzentrationsstörungen haben. Oft helfen warm-kalte Wechselduschen, die Sie mit kaltem Wasser beenden sollten. Trinken Sie ausreichend und stehen Sie außerdem morgens nicht zu schnell auf. Auch Ausdauertraining kann hilfreich sein, Saunabesuche können Ihren Kreislauf ebenso ankurbeln. Koffeinhaltiger Kaffee oder Tee bringen Ihren Körper ebenfalls in Schwung. Greifen Sie außerdem zu salzreicherem Essen. Was Sie allerdings vermeiden sollten, ist ein zu hoher Alkoholkonsum, Nikotin und längeres Stehen oder Sitzen.